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Nachlese: Kommunion im “Hause NaniNono”

Das wichtigste Utensil der letzten Wochen habe ich Freitag beiseite gelegt. Mein “Allerheiligstes” und die Gedächtnisstütze für Planungen jeglicher Art- mein Notizbuch.

Für die Kommunion unseres Jüngsten erweitert um diverse DinA4- Blätter mit Einkaufslisten und To- Do- Listen für die letzten Tage vor dem Fest. Wer das übertrieben findet, dem sei gesagt: Aus meiner Erfahrung heraus gibt es nichts Besseres, um die Vorbereitungen für ein großes Fest im eigenen Haus entspannt über die Bühne zu bringen. Und hier ging es überwiegend entspannt zu, mit viel Arbeit zwar und wenig Schlaf- aber entspannt. Das lag nicht zuletzt auch an den lieben Menschen, die mir überall, wo ich es brauchte, zur Hand gingen, oder aber mich auch einfach in Ruhe ließen, wenn ich lieber alleine “wurschteln” wollteSmiley.

Ich hatte ja schon erzählt, dass unsere ersten Gäste mittwochs anreisen wollten, weitere donnerstags dazu stoßen sollten, und die restlichen Übernachtungsgäste kamen samstags. Für das Mittagessen am Samstag sorgte wunderbarerweise meine Mama. Das ist eine große Erleichterung, wenn man sich bei all den Vorbereitungen nicht um die Mittagverpflegung kümmern muss! Gekocht und gegessen wurde also im Erdgeschoß bei meinen Eltern, und so konnte ich in meiner Küche den Nachtisch und alle Kuchen für Sonntag fertig machen. Nach und nach wanderten die süßen Leckereien in den Kühlwagen, den wir freundlicherweise von unserem Cateringservice für´s Festmenü geliehen bekommen hatten.

Da wir wunderbaren Sonnenschein hatten, konnten die zahlreichen Kinder ( zehn, um genau zu sein, im Alter zwischen 3 und 12) sich draußen auf unserem weitläufigen Grundstück vergnügen und brachten mir ( auf Initiative meines Mannes) im Laufe des Nachmittags viele viele kleine und große Wiesenblumensträuße, Grasbündel mit und ohne Wurzeln und detaillierte Erzählungen darüber, wie viele Mäuse unsere Katze schon gejagt und verspeist hat.

Am Abend gab es für die Rasselbande gegrillte Würstchen während in unserem Wohnzimmer die große Tafel für sonntags aufgebaut wurde. Damit auch wirklich alle 34 Kommuniongäste ( uns eingeschlossen) entspannt speisen konnten, haben wir zusätzlich noch einen kleinen Kindertisch für sechs “Mäuse” aufgebaut. Wirklich fertig, mit Deko und aufräumen etc., waren wir so gegen 22 Uhr, müde aber zufrieden. Die Feier konnte kommen…

Hach ja… und was soll ich sagen: wir hatten einen so schönen Tag! Angefangen bei der schönen Feier in der Kirche mit wirklich entzückenden Kommunionkindern, dem, entgegen vieler Befürchtungen und allen Wettermeldungen zum Trotz, schönen Wetter, dem toll vorbereiteten Sektempfang bei uns zuhause, dem leckeren Essen… frohe Gesichter überall und vor allen Dingen ein sehr glücklicher Kommunionjunge.

Einzig der Nachmittag war viel zu schnell vorbei und ein Großteil der lieben Menschen musste den Heimweg antreten.

Es ist immer wieder erstaunlich, in welcher Windeseile ein so lange vorbereiteter Festtag vorbeizieht. Schön ist es dann, wenn ein kleiner Teil des lieben Besuches erst am Tag nach der Feier abreist und so für einen schönen Ausklang gesorgt ist. Unsere Freunde von der Ostsee machten sich denn erst am Montag nach dem Frühstück wieder Richtung Norden auf den Heimweg.

Für uns ging derweil die Feier in die zweite Runde. Ganz nach altem Brauch haben wir für den Montagnachmittag die Tanten und Nachbarinnen zum Kaffee geladen. Woher dieser Brauch kommt, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Da Jakobs Kommunion der letzte Anlass für diese Art “Veranstaltung” in unserem Hause war ( die Taufe gehört auch zu den Festen, bei dem der “Tanten- Kaffee” abgehalten wurde), werde ich das auch nicht mehr weiter hinterfragen. Mittlerweile werden Nachbarn und Verwandte gerne für den gleichen Tag, dann aber erst am Abend eingeladen. So hat man nur einen Tag Trubel und gegebenenfalls Arbeit.

Am Abend waren wir vier, Mama- Papa- Kommunionkind- großer Bruder, rechtschaffen müde. Und ein paar Tage Urlaub bzw. Ferien hätten wir ohne Murren noch angenommen Zwinkerndes Smiley.

Das ist nun eine Woche her. Mal wieder kaum zu glauben. Wenn ich mir meinen kleinen Strahlemann auf dem Foto anschaue, freue ich mich immer noch, dass auch diese Kommunion, wie die des großen Bruders vor drei Jahren, ein so wunderschönes Fest war. Und diese Freude wird sicher noch lange anhalten!